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Achillessehne

Achillessehnenschmerzen beim Laufen: Was wirklich hilft

Schmerzen an der Achillessehne beim Laufen? Was jetzt wirklich hilft und wie wir Achillodynie in Wegberg gezielt und ohne OP behandeln.

LH
Luc HameleersHeilpraktiker & Physiotherapeut
veröffentlicht04. Sept. 2026
lesezeit6 Min.
Achillessehnenschmerzen beim Laufen: Was wirklich hilft

Ein ziehender oder stechender Schmerz oberhalb der Ferse, der beim Anlaufen am schlimmsten ist und sich nach ein paar Schritten scheinbar "einläuft" – so beginnen Achillessehnenschmerzen bei den meisten Läuferinnen und Läufern. Die kurze Antwort vorweg: Wer jetzt einfach weiterläuft und auf Besserung hofft, riskiert Wochen oder Monate zusätzlicher Beschwerden. Wer dagegen die Belastung anpasst und gezielt die Wadenmuskulatur und die Sehne selbst kräftigt, hat gute Chancen auf eine spürbare Besserung. Wie Achillessehnenschmerzen entstehen, welche Übung nach unabhängiger Einordnung am besten wirkt und wann wir in unserer Praxis in Wegberg genauer hinschauen, erklären wir hier.

Achillessehnenschmerzen entstehen meist durch wiederholte Überlastung, nicht durch ein einzelnes Ereignis

Hinter dem umgangssprachlichen Begriff Achillodynie steckt medizinisch eine Sehnenreizung der Achillessehne, der kräftigen Sehne, die den Wadenmuskel mit dem Fersenbein verbindet. Nach unabhängiger Einordnung von Gesundheitsinformation.de des IQWiG sind am Bein vor allem die Sehnen am Knie und die Achillessehne betroffen, Ursache sind meist gleichförmige, wiederholte Bewegungen wie beim Laufen. Die mechanische Überlastung führt zu winzigen Verletzungen im Sehnengewebe und zu einer verminderten Durchblutung, die Sehne kann sich dadurch verdicken und wird empfindlich, sobald sie gedehnt wird. Anders als beim akuten Umknicken ist selten ein einzelner Moment die Ursache, sondern die Summe vieler kleiner Belastungsspitzen.

Die Herbstlaufsaison lässt die Fälle in unserer Praxis spürbar steigen

Gerade jetzt im September, wenn viele nach der Sommerpause wieder ins Lauftraining einsteigen oder sich auf einen Herbstlauf vorbereiten, sehen wir in der Praxis vermehrt Patientinnen und Patienten mit genau diesen Beschwerden. Der BMW Berlin-Marathon findet dieses Jahr am 27. September statt, und schon Wochen vorher steigt bei vielen Läuferinnen und Läufern in der Region das Trainingspensum spürbar an. Wird der Umfang zu schnell gesteigert, wechselt das Schuhwerk oder verändert sich der Untergrund von Asphalt auf Trail, gerät die Achillessehne besonders leicht unter Druck. Auch ein zu ambitionierter Wiedereinstieg nach einer Laufpause zählt zu den häufigsten Auslösern, die wir in Wegberg, Erkelenz und Mönchengladbach sehen.

3×15Wiederholungen der Fersenabsenk-Übung (IQWiG)
1,5 Min.Pause zwischen den Sätzen
40 Min.Behandlungszeit pro Termin
36+ JahreErfahrung von Luc Hameleers

Ein plötzlicher, schleichender Verlauf unterscheidet die Reizung von einem Riss

Typisch für Achillessehnenschmerzen ist ein Beginn über Tage bis Wochen: erst ein leichtes Ziehen nach dem Training, das mit der Zeit auch beim Gehen oder direkt beim Aufstehen spürbar wird. Häufig lässt sich die Sehne knapp oberhalb der Ferse leicht verdickt ertasten, manchmal mit einer sichtbaren Schwellung. Ganz anders verläuft ein Achillessehnenriss: Er tritt schlagartig auf, oft mit einem hörbaren Knall und dem Gefühl, als hätte jemand von hinten gegen die Ferse getreten. Wer diesen Unterschied kennt, kann meist selbst gut einschätzen, ob eine physiotherapeutische Abklärung reicht oder sofort ärztliche Hilfe nötig ist.

Vollständige Schonung verzögert die Heilung, gezielte Belastung beschleunigt sie

Der naheliegendste Reflex bei Schmerzen ist, die Sehne komplett zu schonen und das Laufen bis zur völligen Beschwerdefreiheit zu pausieren. Genau davon rät die unabhängige Einordnung von Gesundheitsinformation.de ab: Bewegungen sollten zunächst so angepasst werden, dass die Beschwerden nicht weiter zunehmen, vollständige Ruhigstellung ist dagegen nicht sinnvoll. Stattdessen helfen frühzeitig gezielte Dehn- und Kräftigungsübungen, die Beschwerden zu lindern, auch wenn eine spürbare Besserung nach unabhängiger Einordnung mehrere Wochen bis Monate dauern kann. Kurzfristig kann eine Tape-Anlage oder eine orthopädische Bandage die Sehne entlasten, sie ersetzt aber kein gezieltes Training.

Das exzentrische Fersenabsenken ist die am besten belegte Übung bei Achillessehnenschmerzen

Am häufigsten empfohlen wird eine einfache Übung: im Zehenstand auf einer Treppenstufe stehen und die Ferse langsam unter Stufenniveau absenken, bevor man sich wieder nach oben drückt. Nach unabhängiger Einordnung wird diese Übung meist 15-mal hintereinander in drei Sätzen mit rund anderthalb Minuten Pause dazwischen durchgeführt. Interessant ist der Hinweis zur Häufigkeit: Studien deuten darauf hin, dass es effektiver ist, nur alle zwei Tage, dafür aber intensiver zu trainieren, als täglich und weniger intensiv. Genau dieses Prinzip, gezielte statt möglichst häufige Belastung, ist auch die Grundlage unseres neuromuskulären Krafttrainings in der Praxis: Wir zeigen nicht nur die richtige Ausführung, sondern passen Umfang und Intensität individuell an, damit die Sehne trainiert statt weiter gereizt wird.

Die Achillessehne braucht Belastung, um sich anzupassen, nicht Stillstand. Viele Läuferinnen und Läufer machen genau hier den Fehler, entweder komplett zu pausieren oder unverändert weiterzulaufen. Beides verzögert die Heilung. Entscheidend ist die richtige Dosis dazwischen.

Luc Hameleers, Praxis Wegberg

Manuelle Schmerztherapie ergänzt das Training, wenn die Muskulatur zusätzlich verspannt ist

Neben dem gezielten Training setzen wir bei akuten Achillessehnenschmerzen auf manuelle Schmerztherapie ohne Medikamente: Statt nur den schmerzenden Punkt kurz zu behandeln, lösen wir mit gezielten Handgriffen Verspannungen in der Wadenmuskulatur, die die Sehne zusätzlich unter Zug setzen. Ergänzend kommt bei vielen Patientinnen und Patienten Faszientherapie zum Einsatz, um das Gleitverhalten zwischen Sehne, Muskulatur und umgebendem Gewebe zu verbessern. Weil wir mit 40-minütigen Einzelterminen und durchgehender 1:1-Betreuung arbeiten, bleibt genug Zeit, um Trainingsplan und manuelle Behandlung aufeinander abzustimmen, statt beides isoliert anzubieten.

Eine verkürzte Wadenmuskulatur kann auch andere Beschwerden am Fuß auslösen

Die Achillessehne steht nicht isoliert da: Über die Wadenmuskulatur ist sie eng mit der Plantarfaszie an der Fußsohle verbunden. Nach unabhängiger Einordnung von Gesundheitsinformation.de steht die Plantarfaszie bei einer verkürzten Wadenmuskulatur oder Achillessehne dauerhaft unter Zug, weil beide Strukturen über diese Verbindung zusammenhängen. Deshalb sehen wir in der Praxis nicht selten Patientinnen und Patienten, bei denen sich Achillessehnenschmerzen und ein Fersensporn oder eine Plantarfasziitis abwechseln oder gleichzeitig auftreten. Eine genaue Untersuchung der gesamten Wadenmuskulatur gehört deshalb für uns immer zur Abklärung dazu, ebenso wie ein Blick auf mögliche Fehlstellungen des Fußes oder ungeeignetes Schuhwerk als Auslöser.

Auch andere Laufverletzungen haben oft dieselbe Ursache: zu viel, zu schnell

Achillessehnenschmerzen teilen sich mit vielen Überlastungsbeschwerden im Laufsport denselben Grundmechanismus: eine zu schnell gesteigerte Belastung, der die Struktur noch nicht gewachsen ist. Wie sich das beim Läuferknie zeigt, haben wir bereits beschrieben. Wer regelmäßig unter wechselnden Laufbeschwerden leidet, profitiert meist mehr von einer Analyse des Trainingsaufbaus als von der isolierten Behandlung des jeweils aktuellen Symptoms.

So behandeln wir Achillessehnenschmerzen in unserer Praxis in Wegberg

Am Anfang steht eine genaue Untersuchung: Wo genau sitzt die Reizung, wie ist der Trainingszustand, und gibt es Warnzeichen, die zunächst ärztlich abgeklärt gehören? Darauf aufbauend kombinieren wir manuelle Techniken zur Entlastung der Wadenmuskulatur mit einem individuell dosierten Kräftigungsprogramm für die Sehne. Nach mehr als 36 Jahren Erfahrung weiß Luc Hameleers, dass Achillessehnenschmerzen bei Läuferinnen und Läufern selten von selbst dauerhaft verschwinden, wenn Trainingsumfang und Belastbarkeit der Sehne nicht wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Eine Übersicht über unser gesamtes Behandlungsangebot finden Sie auf der Seite Leistungen unserer Praxis in Wegberg.

Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Diagnose oder individuelle Beratung.

● FAQ

Wie lange dauern Achillessehnenschmerzen beim Laufen?
Bei einer frischen Reizung bessern sich die Schmerzen oft innerhalb weniger Wochen, sofern die Sehne nicht weiter überlastet wird. Bei länger bestehenden Beschwerden kann es nach unabhängiger Einordnung mehrere Wochen bis Monate dauern, bis eine spürbare Besserung eintritt. Entscheidend ist, in dieser Zeit konsequent gezielt zu trainieren statt nur abzuwarten.
Soll ich mit Achillessehnenschmerzen weiterlaufen?
Vollständige Schonung wird nicht empfohlen. Sinnvoller ist es, die Belastung so anzupassen, dass die Schmerzen nicht weiter zunehmen, und parallel gezielte Dehn- und Kräftigungsübungen durchzuführen. Bei starken, plötzlich aufgetretenen oder deutlich zunehmenden Schmerzen sollten Sie eine Laufpause einlegen und die Ursache abklären lassen.
Welche Übungen helfen am besten bei Achillessehnenschmerzen?
Am besten belegt ist das exzentrische Fersenabsenken: Im Zehenstand auf einer Treppenstufe die Ferse langsam unter Stufenniveau absenken, in drei Sätzen zu je 15 Wiederholungen mit rund anderthalb Minuten Pause dazwischen. Studien deuten darauf hin, dass Training alle zwei Tage mit höherer Intensität effektiver ist als tägliches, weniger intensives Training.
Was unterscheidet Achillessehnenschmerzen von einem Achillessehnenriss?
Eine Achillodynie entwickelt sich meist schleichend über Tage bis Wochen und äußert sich als ziehender oder stechender Schmerz, vor allem bei Belastung. Ein Achillessehnenriss tritt dagegen plötzlich auf, oft mit einem hörbaren Knall und dem Gefühl, gegen die Ferse getreten worden zu sein, gefolgt von deutlicher Kraftlosigkeit beim Abrollen. Ein Riss gehört sofort in ärztliche Behandlung.
Wann sollte ich mit Achillessehnenschmerzen zum Arzt oder zur Physiotherapie?
Ärztlich abklären lassen sollten Sie einen plötzlichen, stechenden Schmerz mit hörbarem Knall, eine tastbare Delle in der Sehne, eine deutliche Schwellung oder wenn Sie sich nicht mehr auf die Zehenspitzen stellen können. Halten leichtere Beschwerden trotz angepasster Belastung länger als zwei bis drei Wochen an, ist eine physiotherapeutische Abklärung sinnvoll.
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